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Samstag, 5. Januar 2013, 00:18

Klingt einleuchtend und gar nicht so schwer. Ich bin in der Schule mit der Farbenmischerei immer sehr frustriert gewesen. Das hat bei mir nie gemacht, was ich wollte, und bei anderen war es einfach immer perfekt. Allerdings hat dort auch nie jemand erklärt, wie oder wozu man das übt. Das hieß es - malt das! Und mischt Farben!

Und auch später, als ich eine zeitlang Warhammer-Figuren bemalt habe, habe ich mich ans Farbmischen nicht getraut. Lieber einen einfacheren Farbverlauf oder eine neue Farbe kaufen.

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Samstag, 5. Januar 2013, 19:13

Ich selber habe die Erfahrung gemacht, dass das Mischen von Farben absolut toll ist. Was war ich stolz darauf, als es mir das erste Mal gelungen ist bei meinen Ölfarben schwarz selbst zu mischen. Eigentlich tat ich das, weil mir meine Tube Schwarz ausgegangen war und stellte schließlich fest, dass das selbst ermischte schwarz viel lebendiger und kräftiger wirkte, als die fertig gekaufte Tube.
Es braucht halt schon ein wenig sachkundige Unterstützung, damit das Ganze auch nicht frustrierend und zielführend ist und Spaß macht.
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Dienstag, 12. Februar 2013, 15:12

DIe Lasurtechnik

Die am häufigsten angewandte Technik in der Aquarellmalerei ist die Lasurtechnik. Lasieren bedeutet hier das Übereinanderlegen von wässrigen Farben. Die transparenten Schichten werden so übereinandergemalt, dass sich aus der Kombination andere Farben, Farbdichten, Schattierungen und Muster ergeben. Dafür muss die jeweilige untere Schicht vollständig getrocknet sein. Zum Üben nehmt ihr am besten ein Blatt Aquarellpapier und einen dicken flachen Borstenpinsel.
Außerdem stellt ihr euch jeweils eine wässrige Mischung aus Gelb, Rot und Blau her und zieht mit diesen Farben jeweils einen breiten Streifen mit etwas Abstand zum Vorigen senkrecht auf das Papier. Diese Streifen trocknen lassen und anschließend gleiche Streifen waagerecht über das Papier ziehen.
Mit diesen drei Grundfarben könnt ihr schon sehen, was aus der Kombination der Farben entsteht. Natürlich könnt ihr das auch für alle anderen Farbe aus euren Kasten machen, um die Wirkung kennenzulernen, oder auch die Übung noch mehr erweitern und eine dritte und Vierte Schicht von links und rechts diagonal über das Papier anlegen.
So gewinnt ihr Erfahrung und Gefühl für die Mischungsergebnisse.
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Dienstag, 26. März 2013, 20:30

Heute mehr zur Technik und der Frage welches Werkzeug sich am besten für die Aquarellmalerei eignet:

Außer Papier braucht man möglichst gute Pinsel. Dazu eignen sich Rotmarder-Pinsel besonders, denn sie können viel Farbe aufnehmen und geben sie gleichmäßig ab. Die Anschaffung ist vergleichsweise teuer, aber Rotmarderpinsel halten auch sehr lange. Ich selbst besitze noch Rotmarder-Pinsel, die ich vor 25 Jahren während meines Studiums gekauft habe.
Sie halten lange ihre Form und vor allem die Spitze franst nicht so schnell aus wie bei vielen anderen Pinselarten.
Malpinsel gibt es in verschiedenen Stärken.
Außerdem zum Werkzeug gehört ein kleines, saugfähiges Schwämmchen mit dem sich zum Beispiel noch feuchte Farbe vorsichtig vom Papier wieder abnehmen lässt und Papiertücher zum Abtupfen der Pinsel. Bestens geeignet und preisgünstig sind hier die grünen Papierhandtücher aus den Handtuchspendern.

Empfehlenswerte Pinsel:
Kolinski Rotmarder Aquarellpinsel; Preis von ca. 3€ bis über 90€ für eine 20er Größe
Hochwertige Synthetikpinsel sind deutlich preisgünstiger und auch nicht unbedingt schlechter, den wirklichen Unterschied stellt man wohl eher fest, wenn man wirklich sehr viel malt.
Ich empfehle für den Anfang von beiden Sorten jeweils einen Pinsel anzuschaffen und auszuprobieren was einem selbst am besten liegt.

Natürlich gibt es auch jede Menge verschiedene Pinselformen. Schlichte Rundpinsel reichen zum Lernen völlig aus, auf keinen Fall sollten es die billigen Schulmalpinsel sein, die beim ausstreichen der Farbe spätestens ab dem zweiten Bild ausfransen und ihre Haare verlieren. Ein guter Pinsel darf gerne 5-10€ kosten.(Gerstaecker Synthetics von 2,66€ bis 20,63€)

Den Handel Gerstaecker kann ich zum Erwerb empfehlen, dort habe ich alle meine Materialien während des Studiums gekauft


Birgit
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20

Mittwoch, 3. April 2013, 23:07

Also wenns um Aquarellmalerei geht...
Meine Oma war bis zu Ihrem Tod sehr aktiv und eine relativ berühmte Ludwigshafener Aquarellmalerin. Auch Seidenmalerei hatte sie aktiv betrieben.
Ich kann ja mal ein paar Bilder von ihr das nächste Mal mitbringen, wenn ich wieder bei Euch bin. Falls Interesse besteht.
Da kann man sich einiges abgucken.

21

Mittwoch, 3. April 2013, 23:21

Ja gerne.
Wer hat denn die Rechte an den Bildern?
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22

Mittwoch, 3. April 2013, 23:24

Ich, sind Erbstücke

23

Montag, 8. April 2013, 12:35

schöne Bilder sind... :) hab ich gehört und verschlafen ;)
Signatur von »Sir Thomas Marc« Nichts zu wissen ist keine Schande, nicht zu fragen schon!
Wer interpretiert, was er von anderen hört, bewegt sich lichtschnell am Kern der Worte der Anderen vorbei.
Lest ruhig zwischen den Zeilen. Auch wenn dort nichts steht...

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24

Montag, 22. April 2013, 20:40

Nach dieser ganzen trockenen Theorie ist diesmal etwas Praxis dran.
Dank Thorstens "Erbstücken" kann ich hier ein Bild einstellen, in dem sich Einiges an vorher besprochenen Techniken wiederfinden lässt.
Wir machen einfach ein Ratespiel daraus..
Welche bisher besprochenen Techniken könnt Ihr wo im Bild erkennen?

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25

Montag, 22. April 2013, 22:42

Es ist zu sehen, dass es beim Malen hier tatsächlich eher ums Licht geht. Es sind die hellen Flächen, die die Form definieren.

Der Hintergrund sind nach der Naß-in-naß-Technik aus. Es gibt dort Farbverläufe, die aussehen als wären sie durch das Ausbreiten von Flüssigkeit entstanden.

Ich vermute auch, dass in den Gegenständen mehrere Farbschichten verwendet wurden. Ich kann mir sonst nämlich nicht erklären, wie der Verlauf von hell nach dunkel zustande kommt. Also wurde erst die helle Farbschicht aufgetragen, und dann auf den dunklen Flächen eine dunklere (oder die gleiche, damit es dunkler wird)

26

Dienstag, 23. April 2013, 00:41

Lasur- und Nass-in-Nass-Technik sind auf jeden Fall dabei und klar zu erkennen.


Fast jedes Bild meiner Oma wurde in 5 Arbeitsschritten fertig gestellt.
Vorzeichnen mit Bleistift, Nass-in-Nass, Lavieren, Lasieren und anschließende Konturverstärkung (mit dünnem Filzstift oder mit einem feinen Haarpinsel auf dem trockenen Bild)

Die Lichteffekte sind durch Lavieren enstanden (Wasser drängt die Farbe nach außen bzw. Farbe kann nicht in vorher mit Wasser gesättigtes Papier gelangen)
Die Farbverstärkungen enstanden durch Lasieren bzw. gezieltes Übermalen auf relativ trockenem Untergrund.
Danach kann das Papier wiederum gezielt angefeuchtet werden, um Farbverläufe zu verursachen.

Man kann auch mit farblosen Acrylstiften bestimmte Konturen bestimmen, die dann später keine Farbe mehr aufnehmen können. Damit sollte man aber sehr sparsam umgehen, weil das schnell blöd ausschaut und eigentlich nichts mehr mit Aquarell zu tun hat.

Das obere Bild hängt übrigens bei mir im Wohnzimmer :)

27

Donnerstag, 30. Mai 2013, 13:53

Man kann auch mit farblosen Acrylstiften bestimmte Konturen bestimmen, die dann später keine Farbe mehr aufnehmen können. Damit sollte man aber sehr sparsam umgehen, weil das schnell blöd ausschaut und eigentlich nichts mehr mit Aquarell zu tun hat.



Ein guter Hinweis, der mich zur nächsten Technik führt..

Nämlich der Möglichkeit vor dem eigentlichen Bemalen des Blattes dieses so vorzubereiten dass bestimmte Teile keine Farbe annehmen.
Das eine sind solche farblosen Stifte
dann gibt es die Wachstechnik
und das Arbeiten mit Rubbel-Krepp

Die farblosen Stifte müssen sehr sparsam eingesetzt werden, wie Thorsten schon hingewiesen hat. Die an sich freie, weiche Aquarellmalerei kann sonst nämlich plötzlich ganz statisch werden und die farblosen Linien wie Balken wirken.

Die Wachstechnik wird bei möglichst strukturiertem Aquarellpapier eingesetzt. Wir reiben weißes Kerzenwachs leicht über das Papier und das Wachs bleibt auf den oberen Strukturen hängen. Hier perlt dann später die Farbe einfach ab. Auf diese Weise lassen sich schöne Strukturen, zum Beispiel für Baumrinde, herstellen.

Ein Mittel das ich immer gerne benutzt habe ist das Rubbel-Krepp. Es handelt sich dabei um eine fertige, leicht cremige Flüssigkeit, die sich mit dem Pinsel auf dem Papier auftragen läßt und zwar sowohl flächig, als auch in feinen Linien oder mit einem halb trockenen Pinsel entsprechend der Wachstechnik auf die erhabenen Papierstrukturen aufgetragen.
Rubbelkrepp hat für mich mindestens zwei Vorteile gegenüber den beiden Vorgenannten. Es läßt sich nämlich, nachdem es getrocknet ist, einfach wieder vom Papier abreiben (so wie die Beschichtung auf den Rubbellosen) und bleibt erstens damit nicht auf dem Papier und läßt sich so zweitens auch noch problemlos nachkorrigieren.

Birgit
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