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Freitag, 25. Februar 2011, 22:33

PriesterInnen

PriesterInnen


Wyrdkoner– Die
Schicksalsfrauen






Die Wikinger sahen in der Frau nicht nur absolut gleichberechtigte
Menschen, sondern achteten sie für ihre Weißheit und Wissen.

Die Frau war die Weberin des Lebens und des Stoffes, ohne welchen es
keine Kleidung geben würde. Sie sind die Weberinnen des Lebens, denn sie
gebären die Kinder, die als “Sozialversicherung” für die Versorgung im Alter
und für den Fortbestand der Sippe unablässig waren. Die Frau der Wikinger umgab
eine mystische, geheimnisvolle Aura, da sie Dinge vollbringen konnte, zu der
ein Mann nicht fähig war und als Sinnbild der Weiblichkeit eng mit der
Muttererde in Verbindung gesehen wurde.



Die wohl bekanntesten weiblich- mystischen Frauen sind die drei Nornen
der skandinavischen Mytologie. Die drei “Schwestern des Wyrd” leben unter den Wurzeln des
Weltenbaumes Yggdrasil am Brunnen der Weisheit. Sie ritzten die ersten Runen
und weben das Schicksal bis in die Ewigkeit. Urd ritzt die Runen “von dem was
geworden war”, Verdandi ritzt die Runen “von dem was ist” und Skuld ritzt die
Runen “von dem was sein wird”. Die Nornen werden auch Weberinnen des Schicksals
bezeichnet, da sie unablässig die Fäden des Lebens miteinander verweben und
ständig die Runen ritzen. Sie bestimmen das Örlog eines jeden Lebewesens, den
Lebenssinn, welchen die drei Schwestern bereits wissen.



Die skandinavischen Glaubensgemeinschaften kennen aber noch weitere
wichtige “Schicksalsweberinnen” sowohl eingebettet in die Sozialgemeinschaft, wie
auch in den Mysterien:



Gydia – Götterverbundene.
Sie ist die höchste und mächtigste aller Priesterinnen und führt alle wichtigen
Rituale für die Gemeinschaft aus und ist geistige Führerin und Lehrerin. Sie
kann sich einer oder mehrerer Gottheiten weihen und steht mit diesen i direktem
Zusammenhang. Ihre Ausbildung umfaßt grundlegend alle (religiösen) Kategorien,
wobei sie sich auf einige spezialisiert.



Fjolkunnigkona/ Fjolkyngi – Hebamme,
Heilerin. Sie ist eine Kräuterwissende und ihre Hauptaufgabe ist die
medizinische Versorgung. Sie kennt sich nicht nur in körperlichen Krankheiten
aus, sondern behandelt auch geistige Krankheiten. Sie behandelt nicht nur
Menschen, sondern auch Tiere, Pflanzen und Geistwesen. Als Fjolkyngi
entscheidet sie über Leben und Tod.



Volva – Prophetin/
Seherin/ Zauberstabträgerin. Die Volva ist die weibliche Form des Gardar und
Fiölkunning und vereint alle magischen Künste in sich.



Valkyria – Reiterin, die die
gefallenen Toten nach Walhalla bringen und ihnen dort zu Diensten sind. In
Voluspa 30, ist Skuld die einzige der drei Nornen, die auch als Valkyrie
benannt wird. Urd und Verdandi werden an keiner einzigen Stelle der Sagas als
Valkyrien bezeichnet: Grimnismal 36 : Hrist, Mist, Skegghol, Skogull , Hildr,
Thrudr, Holokk, Herftjutur, Goll, Geirolu, Geirromul, Gerahod, Randgridr,
Ragridr, und Reginleifr. In anderen Quellen werden genannt: Hjorthrimul,
Sanngridr, Svipull, Gudr und Gondull; die Thulur fügt Herja, Geiravor, Skuld,
Geirrondul, Randgnid, Geirskigull, Hrund, Geirdriful, Tanngnidr, Sveid, Thogn,
Hajlmthrimull, Thrima und Skamold hinzu. Andere Valkyrien aus Dichtungen sind:
Sigrin, Kara (Helgakviadra Hundingsbaan II), Svafa (Helgakvidra
Hjorvardrssonar) und Brynhildr (Gripsspa).



Disir / Idisir – (Todes)engel;
variiert aber stark von der Bedeutung von Region zu Region. Die Ursprünge der Disir/ Idisir gehen
auf vergöttlichte weibliche Ahnen zurück. Die wohl bekannteste Bedeutung ist
die der Stammesschützerin oder Schicksalslenkerin. Sie sind der Diviniation und
Zauberei kundig und sie besitzen die Fähigkeit Heerfessels zu binden oder zu
lösen.



Spadisir – Traumfrau; sie
treten in den Träumen /Zwischenwelten von Kriegern und Elden auf und vermitteln
den künftigen (Lebens)pfad ( Asmundar saga kappana 8). Die Traumfrauen tauchen
in der isländischen Glaubenswelt auf und deren Bedeutung basiert auf ungenauen
Erinnerungen der Nornen (Simek, S. 349).



Galdrakona – Singfrau; weibliche Form des
Skalden, jedoch Lieder mit magischem Inhalt (z.B. Besprechen von
Krankheitssymtomen). Sie ist, wie der Skalde, auch Bewahrerin des mündlich
überlieferten Wissen, Dichterin und Musikerin. Durch die Macht des von ihr
gebildeten Wortes gehen Erinnerungen nicht verloren und werden von Generation
zu Generation weiter gegeben.



Heidr – Hexe; im Sinne
unseres heutigen Verständnisses von Hexe. Neben dem Wissen der Fjolkyngi
beherrscht sie das Wissen einer Shamanka und entscheidet auch über Leben und
Tod, allerdings auch im spirituellen Sinn.



Shamanka – Shamanin. Sie ist
eine religiöse Spezialistin, die durch unterschiedliche Techniken wie
ekstatischer Trance oder Drogen als Wanderin zwischen den Welten auftritt. Sie ist Kontaktperson und
Vermittelt zwischen Geistwesen, Göttern und Menschen. Sie kann ihren Körper als
Hülle zur Verfügung stellen, um Wesen des Zwischenwelten einen zeitlich
begrenzten Zutritt zur menschlichen Welt zu ermöglichen.



Draumkonur – Traumfrau. Die
Draumkonur ist fähig durch ihre Träume Weissagungen und Deutungen zu machen.



Seidrkona/Spakona – Seherin. Die
Seidrkona ist ein weibliches Orakel und magisch wirkende Frau. Sie beherrscht
die Magie des seidr - singens (gesungene oder gesprochene Formeln, die durch
eine Art Trance Dinge bewirken).



Vitkar – Wissende. Die
Vitkar hat das Wissen über die Götter und weiß, wen sie zu welchem Problem heran
ziehen kann. Sie kennt einfache Rituale und kann als unterstützende Kraft den
einzelnen Priesterschaften beiseite stehen. Die Vitkar hat sich noch nicht für
einen spirituellen Weg entschieden.
Signatur von »DerNorweger« Ich bin im Nebel, doch wenn ich hervortrete bin ich das unlöschbare Feuer.