Sie sind nicht angemeldet.

Stachelturm

unregistriert

1

Sonntag, 2. Januar 2011, 16:06

Eisenhut

Zitat

Eisenhut - Aconitum napellus

Die Pflanze wird bis 1,50 m hoch, der Wurzelstock bildet eine Nebenknolle für die nächstjährige Pflanze.

Blütezeit: Juni bis August
Verbreitung vor allem in den Alpen, die kultivierte Art in den Gärten ist bedeutend wirkungsloser als der Wildwuchs.

Heilkräftiger Pflanzenanteil ist in erster Linie die Wurzelknolle, die in der Blütezeit gegraben wird.

Heil- und Wirkstoffe: Die Eisenhut-Arten haben alle mehr oder weniger die giftigen Alkaloide Akonitin und Napellin.

Schon wenige Blüten reichen, um ein Kind zu töten.
Aufgrund des extrem hohen Giftgehaltes darf der Eisenhut in der Volksheilkunde nicht als normales Heilmittel verwendet werden. Interessant ist er vor allem in homöopathischer Zubereitung.

Ab der D4-Verdünnung kann der Eisenhut (als Aconitum D4) in der Frühphase von Erkältungen benutzt werden. In vielen Fällen kommt die Erkältung dann nicht richtig zum Ausbruch. Dem Mittelbild entspricht ein schlagartiges, heftiges Auftreten der Symptome. Dies ist immer als Leitsymptom zu beachten.

Auch gegen Nervenschmerzen, wie Hexenschuss, Trigeminus-Neuralgie, Gelenkentzündungen oder Ischias kann der Eisenhut in homöopathischer Zubereitung hilfreich sein.

Weitere Verwendung in der Homöopathie: Nervöse Herzstörungen, Angins pectoris, Schüttelfrost, Rheuma, Schock oder Schreck, Schlaflosigkeit.

Achtung!
Bei Vergiftung mit Eisenhut muss sofort ein Notarzt verständigt oder ein Krankhaus aufgesucht werden! In der Wartezeit bis zum Eintreffen des Notarztes wenn möglich Erbrechen herbeiführen und anschliessend Kohletabletten geben.

Vergiftungserscheinungen: Heftigste Darmschmerzen, kalter Schweiß, Speichelfluss, Muskelschwäche, Delirium, Herzversagen, Lähmung, Tod